
Jeder/Jede von uns ist ein einmaliges, eigenständiges Wesen mit einem inneren Kern, dem Selbst. Ein gesunder Kontakt mit diesem Kern ermöglicht uns, im Leben adäquat auf Situationen zu reagieren, unsere eigenen Bedürfnisse zu kennen und befriedigen zu können, Verantwortung zu übernehmen, Freunde zu haben, intime Beziehungen einzugehen, Freude und Lust zu erleben, Stress zu verarbeiten u.v.m.
Für viele von uns gibt es aber Umstände oder Phasen im Leben in denen wir nicht aus unserem Selbst heraus handeln oder sogar jeglichen Kotakt dazu verloren haben („Ich habe das Gefühl, alles ist leer und sinnlos“, „Ich tue Dinge, von denen ich gar nicht überzeugt bin“, „Ich bin immer für andere da aber nicht für mich“). Diese Zustände können zu seelischen oder auch körperlichen Symptomen führen, in manchen Fällen werden wir überhaupt erst dadurch auf diesen inneren Missstand aufmerksam.
(Z.B. durch wiederkehrende Schmerzen ohne feststellbare oder begründete körperliche Ursache, chronische Überforderungs- und Erschöpfungsgefühle, ständige innere Unruhe, Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen u.a.)
Symptome jeder Art sind meist Zeichen dafür, dass der Energiefluss im Körper blockiert ist und sich etwas anstaut oder dass die Energie irgendwo im Unbewussten gebunden ist und dem aktuellen Leben nicht zur Verfügung steht.
In unserer Praxis bieten wir Einzelsitzungen an, die darauf zielen, den Prozess der Rückverbindung und Entwicklung des Selbst zu begleiten.
Warum Therapie in Einzelsitzungen?
Gründe oder Auslöser für das Aufsuchen einer Psychotherapie
Das Motiv für das Aufsuchen der Einzeltherapie in unserer Praxis ist der Wunschnach innerer Entwicklung.
Vielleicht existiert auch einfach ein Gefühl der Unzulänglichkeit auf den folgenden Gebieten, es muss aber nicht unbedingt ein aktuelles Problem bestehen.
Gründe aus der Eigenwahrnehmung:
Gründe aus der Beziehung zu anderen Menschen:
Gründe aus den Bewältigungsstrategien
Häufige Auslöser für den Beginn einer Therapie sind auch schicksalhafte Ereignisse oder neue Lebensumstände wie

Wir beziehen uns in unserer Arbeit sehr stark auf körperpsychotherapeutische Ansätze in Verbindung mit der humanistischen Therapie, besonders auf die Arbeit von Willhelm Reich und Alexander Lowen sowie von Jack Lee Rosenberg und Beverley Kitean Morse (IBP).
Wir sind als Menschen nicht nur „Verstand“, sondern wir haben auch einen Körper und eine Seele. Weil wir ganzheitlich arbeiten, spielen für uns die Wahrnehmungen und Empfindungen des Körpers im Prozess der Selbstentfaltung eine große Rolle. Nach unserer Erfahrung ist es gut, etwas verstandesmäßig zu „verstehen“, aber das hilft der Seele oft nicht weiter. Die Heilung (das „Ganzwerden“ von englisch „whole“ = ganz) braucht die Verankerung im Körper um sich in der Tiefe vollziehen zu können und so den ganzen Menschen zu erfassen.
Eine Methode können also körperliche Übungen – so genannte bioenergetische Übungen – sein. Im Folgenden wollen wir über einige Methoden aus diesem körperorientierte Ansatz informieren:
Die Arbeit mit dem „Verbundenen Atem“
Sie wurde von Stanislav Grof und Leonard Orr entwickelt, Rüdiger Dahlke ist einer der wesentlichen Vertreter der Methode in Deutschland.
Atemtherapie - integratives Atmen
Der Atem verbindet in uns die seelisch-geistige Ebene mit der körperlichen.
Wir spüren deutlich, wie tief erleichternd ein intensives Ein- und Ausatmen wirkt. Ganz anders ist unsere Erfahrung, wenn wir den Atem anhalten, oder ein tiefes Durchatmen vermeiden. So ist der Atem Ausdruck unseres seelischen und körperlichen Befindens.
Ein weiterer Aspekt ist, dass unser Atem meist unbewusst, einfach so, vonstatten geht und doch können wir unser Atmen ganz bewusst tun. So verbindet der Atem Bewusstsein und Unterbewußtsein.

In der atemtherapeutischen Sitzung machen wir uns diese verbindend wirkende Kraft des Atems zu Nutze. Der natürliche Atem eines Menschen fließt frei zwischen dem Brustraum und Becken. Je nach unserer Prägung ist er an verschiedenen Stellen gehalten. In dem wir mit dem verbundenen Atem in unser Atemmuster eintauchen und es erweitern, können sich tiefe Schichten in uns öffnen.
Sie werden sich Ihrer inneren Prozesse bewusster und führen „verborgene“ Anteile Ihres Wesens ans Licht und einer Klärung zu.
Auf der Achse Seele-Geist/Körper löst die Verbindung mit dem Atem viele Ihrer körperlichen Spannungen und Schmerzen, die seelische Konflikte in Ihrem Körper hinterlassen haben, wieder auf.
Diese Art der Reinigung durch den Atem gibt Raum für die Aufnahme von neuer Energie und weitet das Innere. Sie führt näher an den pulsierenden Wesenskern und macht Sie durchlässiger für mehr Lebensfreude und Kraft. Jede Atemsitzung entwickelt ihre eigene Dynamik, keine gleicht der anderen.
Ganz direkt mit dem körperlichen Empfinden wird auch im
„Focusing“ nach Eugene Gendlin gearbeitet. Eine sehr effektive Methode, mit der man sich mit Hilfe des eigenen körperlichen Gespürs auf die „Suche“ nach Lösungen von Konflikten macht.
Zitat: „Der Körper weiß mehr, als wir wissen. Der Körper hat immer„das Ganze".
So ein körperliches Gefühl kann man zu jeder „Sache" bekommen. Dieses körperliche Gefühl ist ein guter Führer zur Heilung.“
Die eigene Lebensgeschichte betrachten
Wir entwickeln uns als Menschen immer in Beziehungen. Diese können nährend oder auch verletzend sein. Wir wollen mit dem Blick auf die Herkunftsfamilie (Jack Lee Rosenberg spricht auch vom Ursprungsszenario) die frühen, prägenden Beziehungen untersuchen. In der Analyse der Gegenwartsfamilie erscheinen oftmals Parallelen. Die Analyse kann helfen, alte Muster zu überwinden und Beziehungen auf eine neue Weise zu gestalten.
Hilfe zur Selbsthilfe
Ziel der Sitzungen ist es auch, gezielt und abgestimmt auf die eigene Entwicklung und das eigene Thema, „ Selbsthilfen“ einzuüben. Das sind Übungen, die dazu führen, die eigene Verletzung besser überwinden zu können, sich selbst aufzufangen wenn man Gefahr läuft, sich immer wieder in den gleichen Verhaltensmustern zu verstricken (z.B. sich selbst abzuwerten, in Resignation zu verfallen, andere zu verletzen..). Es wird eingeübt, wie man sich selbst nährt, sich von innen heraus stärkt und sich selbst Unterstützung sein kann. Viele dieser Übungen verdanken wir der Integrativen Körperpsychotherapie Jack Lee Rosenbergs IBP®.
Trauma – Bearbeitung mit Somatic Expereincing® nach Peter Levine
Wenn man in seinem Leben traumatische Erfahrungen gemacht hat und diese oft noch nach Jahren ihre starken Spuren im Leben hinterlassen, dann gibt es mit dieser Arbeit eine Möglichkeit, das Trauma aufzulösen. Die Methode basiert auf neuesten hirnbiologischen Forschungen und Beobachtungen und bezieht ebenfalls die körperliche Wahrnehmung sehr stark ein.
Durch die Methode „Somatic Experiencing®“ ist es möglich, auf dem sanften Wege des „Neuverhandelns“, ohne die Ereignisse wieder zu erleben, eine traumatische Episode in der Weise zu integrieren, dass die in ihr gebundene seelische und körperliche Energie wieder positiv nutzbar wird.
Über allem stehen für uns die Grundsätze aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers.
Einer der Grundsätze stellt die positive Wertschätzung in den Mittelpunkt der Arbeit. Das heißt, es geht nicht darum, sich für sein Verhalten zu verurteilen, sondern herauszufinden, wofür das Verhalten gut war oder gut ist.
Ein anderer Grundsatz besagt, dass der Bereich der bewussten Wahrnehmung zur Wahl führt. Je weniger wir von uns wissen, desto weniger können wir selbst wählen, was wir im Leben tun. Wir sind unseren eigenen unbewussten Impulsen oder denen anderer Menschen ausgeliefert. Je mehr wir das eigene Selbst kennen, desto mehr Möglichkeiten haben wir, unser Handeln selbstbestimmt zu gestalten. Außerdem erkannte Rogers, dass der Mensch stetig nach Weiterentwicklung und Vervollständigung strebt, dies ist ein natürlicher und gesunder Prozess.
(Wer mehr Information zum Hintergrund unserer Therapie haben möchte, kann von uns eine Literaturliste erhalten.)
Diese Frage ist im Vorhinein schwer zu beantworten, es gibt jedoch ein paar Richtwerte, die im Folgenden beschrieben werden. Man unterscheidet im Groben:
a) Kurzintervention für aktuelle Anliegen
b) problem- und lösungsorientierte Kurzzeittherapie und
c) entwicklungsorientierte psychodynamische Langzeittherapie
Dabei ist es grundsätzlich immer möglich, von a nach b oder b nach c zu verlängern, wenn man erkennt, dass sich die Arbeit auch weiterhin lohnt.
Jede einzelne Sitzung dauert, je nach Vereinbarung, zwischen 60 und 120 min.
Unterstützung in Krisen
a) Kurzintervention (Krisenintervention)
oft steht ein ganz bestimmtes Anliegen, Ereignis oder Problem aus dem aktuellen Leben im Zentrum der Aufmerksamkeit, z.B.
In den Sitzungen werden wir das Thema von mehreren Seiten beleuchten, Sie können Ihren eigenen Standpunkt herausfinden, es werden Lösungsansätze und –strategien entwickelt und eventuell in der Umsetzung begleitet. Es ist ein Raum/eine Zeit, in der Sie Hilfsmittel für sich entwickeln, um die neue Situation gut zu bewältigen.
Dauer je nach Thema: 3 – 15 Sitzungen.
b) Problem- und Lösungsorientierte Kurzzeittherapie
hier geht es meist um konfliktauslösende Umstände, bei denen man aber das Gefühl hat, dass im Leben eine gewisse Wiederholung stattfindet – entweder in der eigenen Reaktion oder in dem Ereignis selbst. Da jeder Konflikt auch eine Chance zur persönlichen Entwicklung birgt, werden wir in der Aufarbeitung auch auf die Bezüge zur Persönlichkeitsentwicklung eingehen, d.h. einen Blick in die Vergangenheit werfen, soweit diese die Gegenwart behindert. Daraus ergibt sich ein Arbeiten auf einer tieferen Stufe der Wahrnehmung. Es wird deutlich, inwieweit eine Wiederholung eines früher erlebten Szenarios vorliegt, d.h. auch systemische Anteile des Geschehens erden berücksichtigt.
Mit Hilfe von Rollenspielen, Atemarbeit, Focusing u.a. werden wir abgespaltene Persönlichkeitsanteile aufgespürt und integriert, so dass man „vollständiger“ wird und eine größere Wahlfreiheit im Umgang mit den aktuellen Lebensthemen erlangt.
Klärende Gespräche unterstützen die Umsetzung des Erfahrenen in den Alltag.
Dauer: 10 – 30 Sitzungen
c) entwicklungsorientierte psychodynamische Langzeittherapie
Viele Menschen empfinden eine innere Zerrissenheit, die dem Leben den Stempel der Unzufriedenheit aufdrückt, vielleicht sogar, obwohl es Ihnen eigentlich gut geht.
In der Langzeittherapie geht es im Wesentlichen um Anteile der Persönlichkeit und des Selbst, die durch Lebensumstände der Vergangenheit, durch traumatische Ereignisse oder Verhältnisse oder fehlende Zuwendung durch das frühkindliche Umfeld keine oder nur wenig Möglichkeit hatten, sich zu entwickeln.
Solche Anteile können z.B. sein: das innere Kind, die Beziehungsfähigkeit, das Selbstbewusstsein...
Diesen Anteilen wird Gelegenheit gegeben sich zu zeigen und nachzureifen. Dies erfordert eine gewisse Langsamkeit und Geduld.
Wir arbeiten hier mit dem Ursprungsszenario, der Analyse der Herkunfts- und auch der Gegenwartsfamilie, um ein Verständnis für die eigene aktuelle Situation und Entwicklung zu erreichen. Weiterhin stehen im Mittelpunkt de Herstellung des Kontaktes zum Selbst und zum „ganzheitlichen inneren Empfinden“.
Dies ermöglicht den Selbstheilungskräften, verletzte oder in der Entwicklung gestörte Anteile zu heilen.
Dauer: über 30 Sitzungen, ca. 2-3 Jahre
Das Leben in einer Beziehung birgt viele Möglichkeiten der Nähe, der Freude und der Erfüllung. Im gemeinsamen Alltag mit der Familie oder als Paar ohne Kinder stellen wir Menschen darum hohe Erwartungen aneinander und an uns selbst. Und genau hier taucht der Konfliktstoff auf, denn gerade dann, wenn wir uns besonders tief einlassen auf einen anderen Menschen, werden wir mit unseren alten Verletzungen und unerfüllten Bedürfnissen wieder konfrontiert. Meist führt das in der Beziehung zu Mißverständnissen, Verstrickungen und wieder neuen Verletzungen.
In den gemeinsamen Sitzungen – die wir in unserer Praxis zu zweit leiten – gehen wir den Konflikten auf den Grund, eröffnen neue Ausblicke und erarbeiten neue Möglichkeiten der tieferen Begegnung.
Blick zurück und Blick nach vorn - Die Arbeit an der eigenen Lebensgeschichte
Wie bei jedem neuen Lebensabschnitt, so stehen auch beim Eintreten in das „Älter werden“ neue Herausforderungen vor uns.
Manche Lebensfragen, die wir immer schon in uns trugen werden drängender; Dinge, die uns bisher wichtig erschienen, treten in den Hintergrund.
Die Entwicklung eines Menschen bleibt nie stehen.
Vielleicht stellen Sie sich die ein oder andere dieser Fragen:
Was kann und will ich durch mein Leben in die Welt bringen?
Welches sind meine Kraftquellen?
Wie kann ich belastende Erfahrungen in meinem Leben so verarbeiten, daß ich nicht durch quälende Gedanken und nagende Zweifel geplagt werde?
Gibt es Dinge, zu denen ich eine neue Einstellung finden möchte und wie kann ich diese entwickeln?
Kann sich für mich ein innerer Frieden einstellen?
Wir begleiten Sie bei dieser Arbeit individuell. In mehreren Einheiten von 60 – 90 Minuten besprechen wir die verschiedenen Lebensphasen mit ihren Erfahrungen und untersuchen sie auf
Dann schauen wir, ob es immer wiederkehrende Themen im Leben gab und was es braucht, um diese Themen aus einer neuen Ebene heraus anzugehen und zu lösen.
In der weiteren Arbeit kann es also darum gehen